Wie du mit einem Kartenset den erprobten LSP-Prozess strukturierst – Phase für Phase, sofort einsetzbar.

1.5.2026

Du planst deinen ersten – oder nächsten – LEGO® Serious Play®-Workshop und startest vor einer leeren Seite. Welche Phase kommt wann? Wie lautet die Aufgabe? Wie lange dauert was? Die LSP-Workshop Cards lösen genau das. Das physische Kartenset bildet den bewährten LSP-Prozess in einzelnen, kombinierbaren Karten ab. Eine Karte. Eine Phase. Du legst aus, was du brauchst und dein Workshop-Design steht. Jede Karte enthält eine Beispielaufgabe, einen Hinweis zum Teilen, eine Timebox und das, was inhaltlich wichtig ist. Laptop bleibt zu. Karten auf den Tisch. Los geht's.
Die Karten basieren auf dem LEGO® Serious Play®-Prozess, wie er im Praxis-Guide PLAY! beschrieben wird. Hunderte Workshops wurden nach genau diesem Ablaufgeplant und erfolgreich durchgeführt.
Für alle, die eigenständig facilitieren möchten, aber noch wenig Erfahrung in der Konzeption haben. Mit oder ohne LSP-Ausbildung. Unsere Karten sind kein Lernwerkzeug, sondern ein Planungswerkzeug.
Die Karten sind ideal, wenn ...
Wichtig: Die Karten ersetzen keine LSP-Ausbildung. Wer den Prozess kennt, tut sich leichter. Noch nicht ausgebildet? Zur LSP-Facilitator-Ausbildung bei HelloAgile
LEGO® Serious Play® ist kein kreatives Freispiel. Es ist ein strukturierter, bewährter Prozess. Das ist der größte Aha-Moment vieler Teilnehmenden. Jede Phase – ob Skillbuilding, Einzelmodell oder Gruppenmodell – folgt demselben Dreiklang. Dieser Zyklus durchzieht den gesamten Workshop – vom ersten Warm-up bis zum letzten Check-out. Vorhersehbar für alle. Planbar für dich.
Bevor du die erste Karte ziehst, eine Frage: Was soll am Ende des Workshops anders oder klarer sein? Die Antwort bestimmt, welche Karten du brauchst und welche im Stapel bleiben. Der Prozess muss nichtvollständig durchlaufen werden. Viele Workshops kommen ohne Systemmodell aus. Andere springen nach dem Einzelmodell direkt in den Transfer. Die Karten sind Leitplanken, kein Korsett. Die Karten laden außerdem dazu ein, eigene Module zu ergänzen – auch mit Methoden außerhalb von LEGO®Serious Play®. Wer eine Reflexionsmethode kennt, die besser zur Gruppe passt, schiebt sie einfach dazwischen.
Definiere zuerst das Ziel, dann wähle die Karten. Nicht umgekehrt. Eine klare Antwort auf »Was soll am Ende anders oder klarer sein?« ist mehr wert als jede vorgefertigte Agenda.
Beispiel: Ein Workshop zur Teamentwicklung braucht vielleicht kein Systemmodell. Ein Strategieworkshop hingegen profitiert genau davon.
Kein Workshop ohne Warm-up. Das Skillbuilding hat einen klaren Zweck: Die Teilnehmenden sollen mit dem Material warm werden und die Grundprinzipien von LSP erleben – bevor die eigentliche Fragestellung beginnt. Die Skillbuilding-Karten führen Schritt für Schritt durch diese Eingewöhnung. Unser Rat: Lass diesen Teil nie weg.
Einfach loslegen, ohne nachzudenken. Das ist die einzige Anforderung. Minimale Aufgabe, maximales Vertrauen ins Material. Beim Teilen liegt der Fokus auf der Art und Weise, wie gebaut wurde – nicht auf Bedeutung oder Inhalt. Das kommt später.

Unter Zeitdruck, mit maximal 10 Teilen, einen abstrakten Begriff bauen. Klingt simpel. Ist es nicht. Aber die Teilnehmenden merken: Sie können alles bauen und weniger ist oft mehr. Das »radikale Simplifizieren« ist ab hier keine Theorie mehr, sondern gelebte Erfahrung.

Jetzt wird mit LEGO® erzählt – und nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit den Augen zugehört. Ein selbstgebauter Zeigestab aus LEGO® unterstützt diesen Effekt. Die Karte gibt es in mehreren Varianten – je nach Gruppe und Ziel. Welche wann passt, steht auf der Karte.

Nach dem Skillbuilding folgt der Hauptteil. In bis zu drei Baustufen erarbeitet die Gruppe ihre Antwort auf die zentrale Workshopfrage. Jede Stufe öffnet einen anderen Blickwinkel. Nicht jeder Workshop braucht alle drei.
Jede Person baut ihre eigene Perspektive – unabhängig, ohne den Einfluss anderer. So geht keine Sichtweise verloren. Die Karte gibt es in vier thematischen Varianten: Zusammenarbeit, Vision, Strategie und Innovation.

Niemand darf ein fremdes Modell umdeuten oder umbauen. Nur wenn alle alles hören, entsteht ein gemeinsames Bild.
Aus vielen Einzelperspektiven wird jetzt etwas Gemeinsames. Jede Person darf alle Teile bewegen – die Einzelmodelle sind das gemeinsame Reservoir. Die eine Regel: Nicht reden, ohne zu bauen. Konstruktion steht im Fokus. Nicht Diskussion. Alternativ: Landschaftsmodell. Die Modelle werden sinnvoll zueinander positioniert – ohne zu einem neuen Modell zusammengebaut zu werden. Nähe, Distanz und Spannungsfelder werden räumlich sichtbar. Besonders sinnvoll, wenn die Vielfalt der Perspektiven erhalten bleiben soll.

In zwei Schritten wird das Gruppenmodell in ein System überführt. Externe Faktoren kommen ins Spiel und werden physisch verbunden. Die Perspektive wechselt: von der Lösung zum Kontext. Das Systemmodell ist aber nicht für jeden Workshop notwendig.

Nach dem Bauen und Teilen folgt die Reflexion. Kein optionaler Schritt. Der Moment, in dem aus Modellen Bedeutung wird. Die Reflexionskarten unterscheiden vier Ebenen: Beobachtung, Reaktion, Interpretation und Entscheidung. Du wählst, was die Situation braucht – oder kombinierst mehrere.
Der Workshop endet. Die Erkenntnisse nicht. Die Transfer-Karten sichern, was bleibt.
Kein Handzeichen. Kein Post-it. Alle markieren gleichzeitig direkt am Modell, was ihnen am wichtigsten erscheint – mit LEGO®-Säulen, Fähnchen oder markanten Steinen. Das Ergebnis wird sofort sichtbar und es entsteht kein Auswertungsaufwand.

Ein kurzes Video dokumentiert Modell, Erkenntnisse und Ableitungen – ohne Schnitt, damit der Aufwand minimal bleibt. Die Karte enthält Hinweise zur Vorbereitung und zur Wahl der Person vor der Kamera.

Saubere Anfänge und Abschlüsse sind wichtig, kein Nice-to-have. Sie geben dem Workshop einen Rahmen und signalisieren der Gruppe, dass hier bewusst Raum für jeden da ist.
Ein einzelner LEGO®-Stein. Das reicht. Er steht für etwas. Hemmschwellen sinken. Und die Gruppe landet spielerisch in ihrer ersten Metaphernerfahrung. Für Momente nach der Pause oder bei niedrigem Energielevel: Energizer. Kurze Aktivierungen ohne inhaltlichen Anspruch. Gemeinsam in Bewegung – mehr braucht es nicht.

Zwei Varianten: Das Abschlussmodell verankert Einsichten sichtbar. Die Einstein-Metapher verdichtet alles auf einen Stein. Schnell, klar, persönlich. Welche Variante passt, steht auf der Karte.

So könnte ein Halbtagsworkshop zum Thema »Wie wollen wir zusammenarbeiten?« mit bis zu 10 Teilnehmenden aussehen:
Die Zeitplanung liegt bei dir. Die Timeboxen auf den Kartenzeigen dir die reine Bauzeit.
LEGO® und SERIOUS PLAY® sind Marken der LEGO Gruppe. Die LSP-Workshop Cards wurden von HelloAgile / HelloNew GmbH & Co. KG entwickelt und sind kein offizielles LEGO®-Produkt.

1.5.2026