HelloAgile® | HelloNew GmbH & Co. KG
Mosbacher Straße 9, 65187 Wiesbaden
HelloAgile Blog

Die LSP-Workshop Cards: So planst du deinen LEGO® Serious Play®-Workshop

Wie du mit einem Kartenset den erprobten LSP-Prozess strukturierst – Phase für Phase, sofort einsetzbar.

LSP Karten auf einem Tisch

Auf dieser Seite:

  • Was sind die LSP-Workshop Cards?
  • Für wensind die Karten?
  • Der LSP-Prozess: Bauen – Teilen – Reflektieren
  • Wie duden Workshop planst: das Workshopdesign
  • Skillbuilding: Der Einstieg in jeden Workshop
  • Die drei Baustufen
  • Reflexion: Was steckt hinter den Modellen?
  • Transfer: Vom Modell in die Praxis
  • Check-inund Check-out
  • Ein Beispiel-Workshop in der Übersicht
  • Wo gibtes die Karten?

Was sind die LSP-Workshop Cards?

Du planst deinen ersten – oder nächsten – LEGO® Serious Play®-Workshop. Und startest vor einer leeren Seite. Welche Phase kommt wann? Wie lautet die Aufgabe? Wie lange dauert was? Die LSP-Workshop Cards lösen genau das. Das physische Kartenset bildet den bewährten LSP-Prozess in einzelnen, kombinierbaren Karten ab. Eine Karte. Eine Phase. Du legst aus, was du brauchst – und dein Workshop-Design steht. JedeKarte enthält eine Beispielaufgabe, einen Hinweis zum Teilen, eine Timebox und das, was inhaltlich wirklich zählt. Laptop bleibt zu. Karten auf den Tisch. Losgeht's.

Die Karten basieren auf dem LEGO® Serious Play®-Prozess, wie er im Praxis-Guide PLAY! beschrieben wird. Hunderte Workshops wurden nach genau diesem Ablaufgeplant und erfolgreich durchgeführt. [LINK: PLAY! im HelloShop]

Für wen sind die Karten?

Für alle, die eigenständig facilitieren möchten – aber noch wenig Erfahrung in der Konzeption haben. Mit oder ohne LSP-Ausbildung. Kein Lernwerkzeug. Ein Planungswerkzeug.

Die Karten sind ideal, wenn ...

  • du deinen ersten eigenenWorkshop planst und nicht bei null anfangen möchtest
  • du Konzeptionszeitsparen und trotzdem professionell in den Workshop gehen willst
  • du als erfahreneFachkraft schnell und ad-hoc planen musst

Wichtig: Die Karten ersetzen keine LSP-Ausbildung. Wer den Prozess kennt, tut sich leichter. Noch nicht ausgebildet? Zur LSP-Facilitator-Ausbildungbei HelloAgile

Der LSP-Prozess: Bauen – Teilen – Reflektieren

LEGO® Serious Play® ist kein kreatives Freispiel. Es ist ein strukturierter, bewährter Prozess. Dasist der größte Aha-Moment vieler Teilnehmenden. Jede Phase – ob Skillbuilding, Einzelmodell oder Gruppenmodell – folgt demselben Dreiklang. Dieser Zyklus durchzieht den gesamten Workshop – vom ersten Warm-up bis zum letzten Check-out. Vorhersehbar für alle. Planbar für dich.

  1. Bauen: Die Aufgabe wird gestellt – jede Person baut ihrModell. Kein Reden während des Bauens. Die Hände übernehmen das Denken. Dieses»Denken mit den Händen« ist das Herzstück der Methode.
  2. Teilen: Jedes Modell wird erklärt. Die Gruppe hört nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit den Augen zu – sie schaut auf das Modell, nichtder Person ins Gesicht. Das senkt Hemmschwellen erheblich.
  3. Reflektieren: Was haben wir gerade gesehen? Was bedeutet das? DieKarten geben dir situative Fragen für jede Situation – von der reinenBeobachtung bis zur Entscheidung.

Wie du den Workshop planst: das Workshopdesign

Bevor du die erste Karte ziehst, eine Frage: Was soll am Ende des Workshops anders oder klarer sein? Die Antwort bestimmt, welche Karten du brauchst – und welche im Stapel bleiben. Der Prozess muss nichtvollständig durchlaufen werden. Viele Workshops kommen ohne Systemmodell aus.Andere springen nach dem Einzelmodell direkt in den Transfer. Die Karten sind Leitplanken. Kein Korsett. Die Karten laden außerdem dazu ein, eigene Module zu ergänzen – auch mit Methoden außerhalb von LEGO®Serious Play®. Wer eine Reflexionsmethode kennt, die besser zur Gruppe passt, schiebt sie einfach dazwischen. Der Kartenstapel ist ein Angebot, kein Korsett.

Definiere zuerst das Ziel, dann wähle die Karten. Nicht umgekehrt. Eine klare Antwort auf »Was soll am Ende anders oder klarersein?« ist mehr wert als jede vorgefertigte Agenda.

Beispiel: Ein Workshop zur Teamentwicklung braucht vielleicht kein Systemmodell. Ein Strategieworkshop hingegen profitiert genau davon. DieKarten zeigen, was möglich ist – du entscheidest, was passt.

Skillbuilding: Der Einstieg in jeden Workshop

Kein Workshop ohne Warm-up. Das Skillbuilding hat einen klaren Zweck: Die Teilnehmenden sollen mit dem Material warm werden und die Grundprinzipien von LSP erleben – bevor die eigentliche Fragestellung beginnt. Die Skillbuilding-Karten führen Schritt für Schritt durch diese Eingewöhnung. Unser Rat: Lass diesen Teil nie weg.

Skillbuilding 1: Warm-up

Einfach loslegen, ohne nachzudenken. Das ist die einzige Anforderung. Minimale Aufgabe, maximales Vertrauen ins Material. Beim Teilen liegt der Fokus auf der Art und Weise, wie gebaut wurde – nicht auf Bedeutung oder Inhalt. Keine große Deutung nötig. Die kommt später.

Skillbuilding 2: Metaphern

Unter Zeitdruck, mit maximal 10 Teilen, einen abstrakten Begriff bauen. Klingt simpel. Ist es nicht – und genau das ist der Punkt. Die Teilnehmenden merken: Sie können alles bauen. Und weniger ist oft mehr. Das »radikale Simplifizieren« ist ab hier keine Theorie mehr, sondern gelebte Erfahrung.

Skillbuilding 3: Storytelling

Jetzt wird mit LEGO® erzählt – und nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit den Augen zugehört. Ein selbstgebauter Zeigestab aus LEGO® unterstützt diesen Effekt. Die Karte gibt es in mehreren Varianten – je nach Gruppe und Ziel. Welche wann passt, steht auf der Karte.

Die drei Baustufen

Nach dem Skillbuilding folgt der Hauptteil. In bis zu drei Baustufen erarbeitet die Gruppe ihre Antwort auf die zentrale Workshopfrage. Jede Stufe öffnet einen anderen Blickwinkel. Nicht jeder Workshop braucht alle drei.

Bauphase 1: Das Einzelmodell

Jede Person baut ihre eigene Perspektive – unabhängig, ohne den Einfluss anderer. So geht keine Sichtweise verloren. Die Karte gibt es in vier thematischen Varianten: Zusammenarbeit, Vision, Strategie und Innovation.

Niemand darf ein fremdes Modell umdeuten oder umbauen. Nur wenn alle alles hören,entsteht ein gemeinsames Bild.

Bauphase 2: Gruppenmodell oder Landschaftsmodell

Aus vielen Einzelperspektiven wird jetzt etwas Gemeinsames. Jede Person darf alle Teile bewegen – die Einzelmodelle sind das gemeinsame Reservoir. Die eine Regel: Nicht reden, ohne zu bauen. Konstruktion steht im Fokus. Nicht Diskussion. Alternativ: Landschaftsmodell. Die Modelle werden sinnvoll zueinander positioniert – ohne zu einem neuen Modell zusammengebaut zu werden. Nähe, Distanz und Spannungsfelder werden räumlich sichtbar. Besonders sinnvoll, wenn die Vielfalt der Perspektiven erhalten bleiben soll.

Bauphase 3: Das Systemmodell

In zwei Schritten wird das Gruppenmodell in ein System überführt. Externe Faktoren kommen ins Spiel – und werden physisch verbunden. Die Perspektive wechselt: von der Lösung zum Kontext. Nicht für jeden Workshop notwendig.

Reflexion: Was steckt hinter den Modellen?

Nach dem Bauen und Teilen folgt die Reflexion. Kein optionaler Schritt. Der Moment, in dem aus Modellen Bedeutung wird. Die Reflexionskarten unterscheiden vier Ebenen: Beobachtung, Reaktion, Interpretation und Entscheidung. Du wählst, was die Situation braucht – oder kombinierst mehrere.

Transfer: Vom Modell in die Praxis

Der Workshop endet. Die Erkenntnisse nicht. Die Transfer-Karten sichern, was bleibt.

Voting im Modell

Kein Handzeichen. Kein Post-it. Alle markieren gleichzeitig direkt am Modell, was ihnen am wichtigsten erscheint – mit LEGO®-Säulen, Fähnchen oder markanten Steinen. Ergebnis sofort sichtbar. Kein Auswertungsaufwand.

Videodokumentation

Kein Foto. Eine Erzählung. Ein kurzes Video dokumentiert Modell, Erkenntnisse und Ableitungen – ohne Schnitt, damit der Aufwand minimal bleibt. Die Karte enthält Hinweise zur Vorbereitung und zur Wahl der Person vor der Kamera.

Check-in und Check-out

Saubere Anfänge und Abschlüsse. Kein Nice-to-have. Sie geben dem Workshop einen Rahmen – und signalisieren der Gruppe, dass hier bewusst Raum für jeden da ist.

 

Check-in

Ein einzelner LEGO®-Stein. Das reicht. Er steht für etwas. Hemmschwellen sinken. Und die Gruppe landet spielerisch in ihrer ersten Metaphernerfahrung. Für Momente nach der Pause oder bei niedrigem Energielevel: Energizer. Kurze Aktivierungen ohne inhaltlichen Anspruch. Gemeinsam in Bewegung – mehr braucht es nicht.

Check-out

Zwei Varianten: Das Abschlussmodell verankert Einsichten sichtbar. Die Einstein-Metapher verdichtet alles auf einen Stein. Schnell, klar, persönlich. Welche Variante passt, steht auf der Karte.

Ein Beispiel-Workshop in der Übersicht

So könnte ein Halbtagsworkshop zum Thema »Wie wollen wir zusammenarbeiten?« mit bis zu 10 Teilnehmendenaussehen:

  1. Karte: Check-in Phase: Einstein-Metapher | Aufgabe: Finde ein Teil, das für dein Energielevel steht.
  2. Karte: Skillbuilding 1 | Phase: Warm-up | Aufgabe: Baue einen stabilen Turm.
  3. Karte: Skillbuilding 2 | Phase: Metaphern | Aufgabe: Baue »Zusammenarbeit« –  max. 10 Teile.
  4. Karte: Skillbuilding 3 | Phase: Storytelling – Stärken | Aufgabe: Baue die Stärken, die du in dieses Team einbringst
  5. Karte: Reflexion | Phase: Reaktion | Aufgabe: Wie fühlst du dich nach dem Skillbuilding? Was hatdich überrascht?
  6. Karte: Bauphase 1 | Phase: Einzelmodell | Aufgabe: Baue ein Modell von einem perfekten Team.
  7. Karte: Reflexion | Phase: Beobachtung | Aufgabe: Was siehst du? Welche Ideen tauchen mehrfach auf?
  8. Karte: Bauphase 2 | Phase: Gruppenmodell | Aufgabe: Baut aus euren Einzelmodellen ein gemeinsames Modell.
  9. Karte: Reflexion | Phase: Interpretation | Aufgabe: Welche Muster werden sichtbar? Was bedeutet das für unser Thema?
  10. Karte: Reflexion | Phase: Entscheidung | Aufgabe: Was folgt daraus? Was probieren wir als Nächstes aus?
  11. Karte: Transfer | Phase: Voting im Modell | Aufgabe: Die wichtigsten Stellen im Modell markieren.
  12. Karte: Check-Out | Phase: Abschlussmodell | Aufgabe: Baue, was du aus dem Workshop mitnimmst.

Die Zeitplanung liegt bei dir. Die Timeboxen auf den Kartenzeigen dir die reine Bauzeit.

Wo gibt es die Karten?

Die LSP-Workshop Cards sind im HelloShop für 29,99 € erhältlich.

LEGO® und SERIOUS PLAY® sind Marken der LEGOGruppe. HelloAgile / HelloNew GmbH & Co. KG ist ein autorisierterLSP-Trainingsanbieter. Die LSP-Workshop Cards wurden von HelloAgile entwickeltund sind kein offizielles LEGO®-Produkt.