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OKR Einführung in der Praxis: Ein Erfahrungsbericht & 8 wertvolle Tipps für mehr Commitment

In diesem Artikel erzählt unsere Gastautorin Katja Pieroth vom OKR Einführungsprozess im Unternehmen. Außerdem hat sie noch 8 wertvolle Tipps & Empfehlungen für mehr Commitment!

Katja Pieroth

12.7.2022

Vielleicht kommt es dem einen oder anderen bekannt vor: Der Startschuss für OKR im Unternehmen ist gefallen und die Begeisterung ist groß! OKR Coaches werden ausgebildet und sind Feuer und Flamme für das Framework. Interessierte Kolleg:innen werden ins Boot und in die Teams geholt. Auch die Führungsebene ist voller Tatendrang, denn die neue Vision und die erarbeiteten MOALS (Mid-Term Goals) signalisieren deutlich, dass ein weiterer wichtiger Schritt Richtung digitaler Transformation sowie zukunftssicherem und modernem Unternehmen gemacht wurde.

Einige Monate später…

Die ersten OKR-Zyklen liegen hinter den Teams. Alle haben Erfahrungen mit dem OKR-Framework gewonnen. Eigentlich eine gute Sache, denn aus Erfahrungen lernen wir im Sinne der kontinuierlichen Verbesserung – eines der Hauptprinzipien von OKR. Doch was ist passiert?

Die Luft ist raus. „Wir sind angekommen im Tal der Tränen.“ So haben meine OKR Master Kolleg:innen und ich es selbst erlebt – so haben es viele in ihren Unternehmen erlebt, bestätigt uns die Community.

Schauen wir mal genauer hin. Die Gründe dafür sind vielfältig: Unsicherheiten, der Rückfall in alte Denk- und Verhaltensmuster, Zweifler, sogar Neider und Hater finden sich. Der erhoffte Effekt blieb vielleicht beim einen oder anderen Team aus. Der Glanz ist ab und die Stimmen, die eh wussten, „dass wir so was nicht brauchen“ werden lauter.

Frust macht sich breit – in den Teams, unter den OKR Mastern und in der Führungsebene.

Und jetzt?

Es wird Zeit, OKR und den Teams die Bühne zu geben, die sie brauchen und verdienen. Die Teams sollen glänzen!

8 Praxis-Tipps für mehr Commitment

OKR-Newsletter

Wie wäre es mit einem quartalsweisen internen Newsletter-Format? Hier können die Erfolge gebührend berichtet, sowie ganz spielerisch aktuelle Zielerreichungen eingebunden und abgerufen werden.

OKR-Intranetrubrik

Euer Unternehmen ist zu klein, um einen internen OKR-Newsletter zu initiieren? Eine eigene Rubrik im Intranet gibt den Teams die Möglichkeit, Erfolge und Misserfolge transparent und auf kreative Art und Weise – vielleicht in Form einer Videobotschaft – mit allen Kolleg:innen im Unternehmen zu teilen.

Meet the Team

Ein offenes OKR Team-Meeting für alle, die neugierig sind, die vielleicht darüber nachdenken, Teil der OKR-Reise im Unternehmen zu werden, und vor allem auch für alle, die sich fragen: „Was machen die da eigentlich?“. Kommt vorbei und schaut es euch an! So nehmt ihr Kritikern den Wind aus den Segeln und ermutigt Kolleg:innen mitzumachen.

Join Team Meetings

Die meisten Abteilungen haben sie: Team-Meetings, mal wöchentlich, mal zweiwöchentlich oder monatlich. Geht als OKR-Team und Coaches in so ein Meeting rein, sichert euch einen Slot und berichtet Abteilung für Abteilung von eurem Tun, eurem Fortschritt und dem neuen Sinn, den OKR eurer Arbeit gegeben hat. Begeistert andere! Sie werden es lieben – vielleicht nicht alle, aber womöglich mehr als ihr dachtet!

Der Pate

Eigentlich eine logische Rolle, doch offiziell kein Teil des Frameworks. Trotzdem haben viele den Mehrwert erkannt: Benennt pro Objective oder Key Result einen Paten im OKR-Team. Dieser ist für die Kommunikation in Richtung Unternehmen bzw. Kolleg:innen verantwortlich. Egal ob Postings im Intranet, Videobotschaft, im All Hands – er kommuniziert die Ergebnisse, und das am besten überall, wo es denkbar ist.

Digitale Tool Box statt Excel

Ganz klar, zum Start ist eine schlichte Excel-Liste als OKR-Liste völlig ausreichend. Doch wenn OKR und seine Streiter glänzen sollen, dann wird es vielleicht Zeit für etwas Spielerisches, etwas Schickeres, mit mehr Wow-Effekt. Neben weiteren Aspekten wie Effizienz und Übersicht bieten Tools, wie bspw. Mooncamp, genau diesen Effekt. Sie machen Ziele und Ergebnisse der Teams noch besser einsehbar und klarer – und das „in schön“. Zusatznutzen: OKR Coaches und Teams macht die Anwendung ebenfalls viel mehr Spaß. Wer hat schon Spaß an Excel-Listen?

OKR-Lunch

Der kann auch digital stattfinden! Seid kreativ, lasst euch was einfallen und tauscht euch beim Essen aus mit Neugierigen und Interessierten. Das Format ist frei gestaltbar, genauso wie das Mittagessen. Gute Stimmung bei einem guten Essen und in lockerer Runde über OKR plaudern – es wird einigen die Hemmungen nehmen und einigen genau den Anstoß geben, den sie brauchten, sich an das Thema heranzuwagen.

All Hands

Dieses gemeinsame Meeting-Format gibt es sicherlich schon in einigen Unternehmen. Auch hier sollte den OKR-Teams (z.B. vertreten durch die Paten) ein regelmäßiger Slot eingeräumt werden. Einfacher geht es wohl kaum, alle zu erreichen. Und wenn es etwas zu feiern gibt, dann darf es gerne einen Applaus von allen Händen geben.

Fazit zur OKR-Einführung

OKR und damit die Teams brauchen eine Bühne. Mit diesen Tipps bereitet ihr sie in eurem Unternehmen und die Reise kann wunderbarer denn je weitergehen – raus aus dem Tal, in Richtung einer besseren, sinnhafteren Zukunft mit OKR.

Du planst auch OKR bei euch im Unternehmen einzuführen und sucht nach einem kompetenten Ansprechpartner auf Augenhöhe? Dann kontaktiere uns doch einfach unverbindlich - wir freuen uns auf deine Nachricht!

Katja Pieroth

12.7.2022